| 1978 |
Auf dem Quartier Latin kann man sich auf einer
Riesenrutsche vom obersten Geschoss des Hörsaalgebäudes in die Tiefe stürzen. |
| 1979 |
Auch der
„Diskus” wird – zunächst als „Hibiskus” – zu neuem Leben
erweckt, Prämissen weitestgehend dieselben: studentisch, undogmatisch,
linksorientiert und kostenlos. |
| 1985 |
3+3+3+1=10,
die linken Gruppen verlieren erstmals seit vielen Jahren die Mehrheit im Studentenparlament. |
| 1986 |
Einstellung des "Diskus" aufgrund anhaltender Frustration angesichts allgemeiner Kapitalisierung der Medien und Umorientierung des Diskus, weg vom linken Spektrum,
unter dem neuen konservativen AStA. |
| 1988 |
Neuer
Uni-Streik, dieses Mal von den Fachschaften initiiert.
Dezember. Alle Fachbereiche sind im Streik gegen miese Studienbedingungen und "monotonen Uni- Alltag", 10.000 Demonstranten auf Initiative des "Zentralen Fachschaftsrates" in der Innenstadt, Rundschauhaus wird besetzt, Lagerfeuer auf der Senckenberganlage. |
| 1989 |
Streit um die Nutzung des Studentenhauses, Unipräsident will weitere
Wohnheimplätze, AStA will Raum für politische Gruppen und Initiativen, in der Enge des Hauses sitzt zusätzlich bereits das Hochschulrechenzentrum, die Frauenbeauftragte und der Fachbereich Theater, Film und Fernsehen. |
| 1992 |
Mai. Die dringend notwendige Sanierung des Hauses wird gestoppt, weil sich Studierendenschaft und Unileitung nicht über die Raumbelegung einigen können. Dezember. Streit um den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes auf dem Campus eskaliert, Vollversammlung gegen die "Schwarzen Sheriffs", Polizeieinsatz mit Schlagstöcken
Bei einer Versammlung im KoZ über den, von der Uni-Leitung eingesetzten Sicherheitsdienst kommt es zu Ausschreitungen mit Polizisten vor dem Studierendenhaus. |
| 1993 |
Nach einem Streit über die politische Nutzung des KoZ kommt es zum Bruch der AStA-Koalition; die Angestellten des KoZ besetzen das selbige und randalieren in den AStA-Räumen, Strafantrag gegen die Angestellten, die darauf hin das Studierendenhaus nicht mehr betreten dürfen
November. UTV wird gegründet, ein Fernsehmagazin von Studenten für Studenten, Beiträge rund um Uni und Stadt werden täglich im Studentenkino "Camera" gezeigt. |
| 1994 |
Pforte wird gegründet/ Druckereiauflösung |
| 1995 |
Nach massiven Verlusten der Betreiber des KoZ plant die Grün-Rote AStA-Koalition eine Neuordnung, dabei soll auf Rentabilität und Sauberkeit geachtet werden.
Februar. "Briefbogen-Affäre", Skandal ums Quartier Latin, weil der stellvertretende AStA-Vorsitzende die Organisation an die eigene Firma vergeben wollte.
AStA zieht übergangsweise an die Bockenheimer Warte (heute Reisebüro), weil das Haus komplett saniert wird, der letzte feste Bewohner im Keller - ein Asylbewerber - muss ebenfalls
ausziehen.
Juni. Bei der Wiedereröffnung des renovierten KoZ kommt es zu tätlichen Ausschreitungen zwischen KoZ-Kollektiv und AStA, das Kollektiv fordert Rückgabe der Räume, am Abend räumt die vom AStA herbeigerufene Polizei das KoZ. |
| 1996 |
Mai. Erste AStA-Zeitung, 5.000
Auflage, Themen sind Semesterticket, Tschernobyl, Kosovo. Urabstimmung über das Semesterticket,
15.000 Studierende beteiligen sich, 11.000 sind für die Einführung des
Semestertickets. Danke!
Juli. Das erste AStA-Sommerfest droht ins Wasser zu fallen, die "Lassie Singers" singen: "Regen, Regen, Regen, wir haben nichts dagegen!"
Oktober. Nach fast zweijährigen Verhandlungen gilt
Semesterticket endlich: Frankfurts Studierende können für 180,- Mark das ganze Semester im RMV-Gebiet reisen.
November. Renovierung des Hauses ist beendet. AStA zieht wieder ein, nur die KiTa soll nach Meinung des Uni-Kanzlers draußen bleiben, KiTa & AStA setzen sich durch, Kinder dürfen weiter im Innenhof spielen. |
| 1997 |
Koalitionskrise im AStA wegen der Bestuhlung des Festsaals, zu schick & zu teuer. Oktober. Erste Erstsemesterparty mit Frankfurter Musikgrößen, Pupille-Filmen und Kunstausstellung.
Wiederbelebung des Pupille-Kinos.
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| 1998 |
Präsident Meißner stößt Planungen zum Umzug ins Westend an, die Studierendenschaft führt die heiße Debatte um die Geschichte der IG Farben und die Benennung des Hauses. |
| 1999 |
RMV will Semesterticket nicht
verlängern. AStA spielt die "Arschkarte" aus, gewinnt damit die Öffentlichkeit und darf das Semesterticket behalten.
Juli. Die "Absoluten Beginner" locken beim Sommerfest 15.000 Studis auf den Campus, Rekord! |
| 2000 |
April. Zum ersten Mal "Nippon Connection", 10.000 Besucher sind begeistert vom dreitägigen
japanischen Filmfestival. Oktober. Die studentischen Geister scheiden sich am Bildnis einer barbusigen Meerjungfrau im KoZ, sie darf nur mit Büchsen-BH bleiben. |
| 2001 |
Januar. Uni setzt privaten Sicherheitsdienst im Studierendenhaus ein, Problem: zu viele sozial Marginalisierte flüchten vor Kälte ins Haus, StuPa und AStA handlungsunfähig.
März. Die Universität bezieht das IG Farben-Haus, der Campus Bockenheim verliert 8.000 seiner Studierenden ans Westend.
Mai. Kompromiss im Streit um die Zustände im Haus: sowohl studentische Pforte, als auch Sicherheitsdienst "schieben Wache". |
| 2002 |
April. Renovierung des KoZ nach dreimonatiger Bauzeit abgeschlossen.
November. Hessens CDU propagiert die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft in ihrem Wahlprogramm, die AStA bangen zwar um ihre Existenz, halten aber dagegen. |
| 2003 |
Februar. Das legendäre Quartier Latin wird 50 Jahre, lange Zeit wurde das Faschingsfest im Studierendenhaus gefeiert |
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März. StuPa und AStA beschließen die Privatisierung des KFZ-Referates, das seit knapp 20 Jahren in
AStA-Besitz ist. Grund: andauernde massive Verluste. Bei der Vorstellung der Planungen für den Campus Westend spricht sich der Uni-Präsident für den zügigen Neubau eines Studierendenhauses aus.
Das Regierungsprogramm der neu gewählten Landesregierung erscheint, von der "Abschaffung der
ASten" ist darin nichts mehr zu finden. April. AStA und Campuskirchen eröffnen ihre Kioske auf dem Campus
Westend, 14 Quadratmeter klein, aber ein erster Schritt. Juni. Bei der Vorstellung des neuen Stadtteils Bockenheim spricht sich der hessische Finanzminister gegen den Erhalt denkmalgeschützter Uni-Gebäude aus, auch das Studierendenhaus solle abgerissen werden. |